PLATTENBAU – Ein Projekt an der Walter-Gropius-Schule in Erfurt

Der „Plattenbau“ der Architektin Julia Heinemann ist ein Bausatz aus Holz, der als didaktisches Unterrichtsmittel eingesetzt werden kann. An der Walter-Gropius-Schule in Erfurt nutzten Schüler der 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums diesen Bausatz, um zu erfahren, was gute Architektur ausmacht, welche Sprache sie spricht. Im Rahmen eines Unterrichtsprojekts mit dem Titel „Architektur.Sprache“ erprobten die Schüler spielerisch die Eigenschaften dieses Bausatzes. Dabei entdeckten sie, welches System sich hinter dem Begriff „Plattenbau“ verbirgt. Ein Bezug zum Weimarer Bauhaus wurde gefunden. Frau Heinemann veranschaulichte den Schülern in einem Exkurs den Zusammenhang zwischen Architektur, Funktionalität und Ästhetik.
In der praktischen Arbeit lag der Schwerpunkt zunächst auf dem Verständnis für neue Raumvorstellungen. Aus den von ihnen gebauten Miniatur-Architekturen entwickelten die Schüler farbige oder grafische gestalterische Arbeiten. Parallel dazu wurden die Objekte auch am Computer virtuell dreidimensional erstellt. In einer gemeinsamen Auswertung präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse. Auf den Ergebnissen des Projekts basiert die weitere Unterrichtsarbeit. Die Schüler entwickeln ihre gefundenen Ideen weiter zu Entwürfen von Ausstellungsarchitektur,in der die Sprache als Informationsträger sich mit der Sprache der Architektur unter ästhetischen Gesichtspunkten verbindet.

Ort: Erfurt

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