Schüler aus Langenorla beschäftigten sich mit dem Leben in fremden Ländern

"Leben in einem fremden Land"
Neun Schüler der Grundschule Langenorla haben sich Gedanken darüber gemacht, wie es wäre, wenn sie in einem Land leben würden – in einem Land, in dem es vielen Kindern nicht so gut geht wie in Deutschland. Wie könnte ihr Leben dort aussehen? Ihre Gedanken dazu sollten die Kinder in einem kleinen Text darlegen. Ein wichtiges Ziel des Projektes bestand auch darin, den Kindern bewusst zu machen, wie privilegiert sie sind, in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland zu leben, wo es selbstverständlich ist, dass jedes Kind zur Schule geht.
Anleitungen und entsprechende Informationen zu verschiedenen Ländern erhielten sie von der Kinder- und Jugendbuchautorin Verena Zeltner, die die Kinder in einer Schreibwerkstatt begleitete.
Natürlich ging das alles nicht ohne Probleme ab. Einige Kinder wollten (bzw. durften) an dem Projekt nicht teilnehmen. Manchem fiel es schwer, sich die Lebensumstände von benachteiligten Kindern – z. B. in Südamerika – vorzustellen, andere hatten mit der Satzbildung und der Rechtschreibung (auf die hier nicht das Hauptaugenmerk gelegt wurde) zu kämpfen. Aber alle neun Schüler sind über einen längeren Zeitraum drangeblieben und haben einen Text zustande gebracht, den sie zum Schluss am Computer abgeschrieben haben. Für Kinder im Alter von 9 und 10 Jahren ist das als großer Erfolg zu werten. Ob jedoch allen klar geworden ist, was es bedeutet, keinen Zugang zu Bildung zu haben, arbeiten zu müssen, Hunger zu leiden?

Ort: Langenorla

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