SchülerInnen in Jena setzten sich kreativ mit dem Thema Asyl auseinander

In der Klangfarben-Projektwoche (6.-10.6.) der Freien Gemeinschaftsschule Jena, die die Fächer Kunst und Musik vereinte, haben sich Schüler_innen des 5. und 6. Jahrgangs kreativ mit dem Thema Asyl auseinander gesetzt. Sie erarbeiteten ein Stück, das sich um die Frage dreht: Wie reagieren wir auf den Zustrom hunderttausender geflüchteter Menschen? Zudem bauten sie in dieser Woche jede Menge Requisiten, die u.a. inspiriert wurden durch die Kunstform des Triadischen Balletts. Der Höhepunkt der Woche war die öffentliche Vorführung am Freitagabend. Der Spielort des Stücks „Der Mensch lebt nicht vom Boot allein“ war eine schwimmende Plattform auf der Saale. Das Stück begann, als auf der schwimmenden Plattform immer mehr Asylsuchende auf der Flucht ankommen. Schnell stellt sich heraus, dass die Plattform zu klein ist und die Menschen geraten in ein Dilemma: Wer darf rein?
Zwei biblische Motive spielten bei der Performance eine zentrale Rolle: die Rettung vor der Sintflut durch die Arche Noah, symbolisiert durch die schwimmende Plattform, sowie die babylonische Sprachverwirrung, ein Motiv, das z.B. durch Wortfetzen, die über Beamer gezeigt wurden, dargestellt wurde. Am Ende des Stückes entließen die Schüler_innen selbst gebaute Laternen als Friedenstauben in die Luft. Bei der Performance spielte neben der Sprache auch Klänge eine wichtige Rolle. Selbstgebaute Cachons, Pfeifen und Klatschen unterstrichen die Worte und Handlungen.

Ort: Jena

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