Schülerinnen und Schüler des Osterlandgymnasiums Gera inszenierten Wolfgang Borchert

Brechend voll war die Aula des Osterlandgymnasiums zur ersten Premiere des Kurses Darstellen und Gestalten Klasse 10.
Draußen vor der Tür ist ein Drama von Wolfgang Borchert, der einen Tag vor der Uraufführung im Alter von 26 Jahren starb. Nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft in Sibirien kehrt Unteroffizier Beckmann, ein einfacher Soldat der ehemaligen Deutschen Wehrmacht, bekleidet mit einen altem Soldatenmantel und einer Gasmaskenbrille, heim. Er ist in keinem guten Zustand - er humpelt, seine Kniescheibe ist zerschmettert und außerdem hat er Hunger und friert.
Es gelingt ihm nicht, sich im Zivilleben zurechtzufinden. Deshalb sucht er den Ausweg im Selbstmord. Aber die Elbe weist ihn zurück mit der Begründung, er solle erst einmal richtig leben, getreten werden und zurücktreten. Alle, die Beckmann aufsucht, können und wollen ihm keine Antworten auf seine Fragen geben und immer wieder schließt sich die Tür vor dem ehemaligen Soldaten.
Und er steht wieder draußen vor der Tür. Am Ende bleibt er von der Gesellschaft ausgeschlossen und erhält auf seine Fragen keine Antwort. Dieses Theaterstück des Kurses DG Klasse 10 will nicht gefallen, es will seine Zuschauer erreichen, sie zum Nachdenken anregen und berühren.Und nicht zu vergessen…Fragen nach moralischen Werten, nach dem Wegschauen und Vergessen sind auch in unserer heutigen Zeit sehr aktuell.Geschlossen und mit ganzem Herzen spielen die Darsteller. Bewegung, Mimik und Gestik, Musik und Licht unterstützen das Spiel.

Ort: Gera

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